20.09.2019

Achtsam, nachhaltig, fröhlich: So war das zweite Schülerfestival am Briloner Gymnasium

Brilon - „We are all in this together“, steht auf den T-Shirts des rund zehnköpfigen Organsiations-Teams, welches das zweite Schüler-Festival des Gymnasiums Petrinum in Brilon vorbereitet hat – es ist das Motto für die ganze Veranstaltung, denn alle sitzen in einem Boot.

Achtsam, nachhaltig und empathisch sind Eigenschaften, die man nicht mit einem kunterbunten, lauten und fröhlichen Festival in Verbindung bringt. Doch dieses Event, welches gestern Vormittag viele Schüler anderer Briloner Schulen anlockte, bot – neben viel lauter Musik von Jeek, Noah Appelhans, One Tape und Noriega Mind – bewusst auch Raum für die leisen und nachdenklichen Töne – unter anderem mit Poetry-Slam-Vorträgen und einem Workshop zum Thema Ökosysteme. Besonders spannend, dass die Schüler nicht nur die Botschaft für ein friedliches Miteinander der Kulturen aussendeten, sondern dies auch unter dem Aspekt der Achtsamkeit für die Umwelt taten. So war zum Beispiel das kulinarische Festivalangebot rein vegan; geschmeckt hat es allen.

Als Partner ins Boot geholt hatten die Organisatoren sich das Haus Starke. „Wir machen das, weil wir glauben, dass die Umstellung in der Ernährung auch ein Genuss sein kann und nicht nur Verzicht bedeutet“, erklärte Dietrich Schallehn. Zudem gab es eine Upcyling-Ecke, wo man sich aus leeren Getränkekartons ein Portemonnaie basteln konnte. Ein Student aus Gießen stellte sein Start-up-Unternehmen vor, welches ein ressourcenschonendes Verfahren zum Anbau entwickelt hat: Aquaponik, eine Verbindung von Aquakultur und Hydroponik.

Schüler-Festival dauerhaft erhalten

Dass es den Briloner Gymnasiasten erneut gelungen ist, den riesigen organisatorischen Aufwand zu stemmen, ist ein klarer Beweis dafür, dass die Schüler für ihre Anliegen „brennen“. „Danke, dass ihr da seid, ich bin stolz, dass ihr das auf die Beine gestellt habt“, wandte sich Schulleiter Johannes Droste an die Schüler. Seine Aufgabe als Schulleiter sei es, Möglichkeiten zu schaffen. Aber man könne niemanden zu etwas zwingen. Der Erfolg des Festivals verdanke sich also der Tatsache, dass sich Schüler gefunden hätten die es machen wollen und Lehrer, die bereit waren, es zu begleiten. 

Yao Houphouet, Geschäftsführer von Ensible, dem NRW-Stützpunkt für Jugendkultur, der das von Leader geförderte Projekt wieder begleitet hat, sagte: „Fürs Gelingen sind viele Rahmenfaktoren erforderlich, wie die nötigen finanziellen Mittel und starke Partner.“ Er betonte aber auch die Leistung der Schüler: „Diese haben sich einen riesigen Schritt weiterentwickelt, waren viel selbständiger. Mit dem Begriff der Empathie haben sie eigenständig die Kerninhalte weiter in die Tiefe verfolgt.“ 

Beeindruckt zeigte sich auch Bürgermeister Dr. Christof Bartsch. Er wies darauf hin, wie gut die Veranstaltung zum Weltklimatag passe, der am Freitag überall mit Streiks und Kundgebungen – so auch auf dem Briloner Marktplatz – auf die Thematik aufmerksam machte. „Es ist eine gute Aktion. Ich wünsche mir, dass das Festival als dauerhafte Einrichtung erhalten bleibt, damit in der Schule nicht nur Kurvendiskussionen stattfinden, sondern sie auch als Lebensraum erlebt wird.“

https://www.sauerlandkurier.de/hochsauerlandkreis/brilon/achtsam-nachhaltig-froehlich-zweite-schuelerfestival-briloner-gymnasium-13023348.html

©Foto: Kristin Sens

Noch mehr Eindrücke:

https://www.sauerlandkurier.de/hochsauerlandkreis/brilon/bilder-backyards-festival-gymnasium-petrinum-brilon-13024204.html

https://www.wp.de/staedte/altkreis-brilon/gymnasium-petrinum-feiert-festival-im-zeichen-der-umwelt-id227163777.html

15.04.2019

Schüler organisieren selbst Festivals im Altkreis Brilon

Leader-Projekt erhält erstmalig Fördermittel über die Regionale Kulturpolitik NRW. Drei Schulen befinden sich im Endspurt der Vorbereitungen.

Bunt und klangvoll war es als letzten Sommer, die von den Festival AGs selbst erdacht und organisierten Festivals auf den Schulhöfen von fünf Schulen der Region Hochsauerland, die Städte zum beben brachten. Damals waren circa 4000 Jugendliche an der Umsetzung und als Teilnehmer beteiligt. Nun schwappt die Festival Welle erneut über das Hochsauerland.

Letztes Jahr noch durch Leader- Mittel finanziert hat die Leader- Region Hochsauerland dieses Jahr für dieses erfolgreiche Konzept eine Förderung über das Programm Regionale Kulturpolitik NRW erhalten.

Jugendliche sollen ihre Ideen ausdrücken können

Durch diese Jugendkulturinitiative will die Region gemeinsam mit dem Ensible e.V., als Stützpunkt für Jugendkultur in NRW, dass möglichst viele junge Leute wieder lernen ihren eigenen Ideen Ausdruck zu verleihen. Weiteres Ziel ist die Sensibilisierung für den Wert von selbst gemachten, also kleineren Kulturangeboten. Ein weiteres Ziel ist ein eine stärkere Identifikation mit der eigenen Kulturregion. So sollen künftig noch mehr Projekte von Jugendliche für Jugendliche entstehen. „Wir wollen erreichen, dass die Jugendlichen aktiv mitgestalten, dass sie Verantwortung übernehmen für die Kulturlandschaft und dabei eigene Spuren hinterlassen.“ meint Hannah Kath, Leader Regional-Managerin.

Im Rahmen der freiwilligen Arbeitsgemeinschaften können die Jugendlichen ihre eigene Kultur-Veranstaltung planen und realisieren, bei welcher Bands und andere Kunstschaffende der jeweiligen Stadt und weitere Nachwuchsbands aus der Region auftreten. So wird regionalen Musikern zusätzliche Präsentationsfläche geboten, während zeitgleich junge Publikumsgruppen für Livemusik, statt nur für DJ-Musik begeistert werden.

Manche AGs haben sich bereits neu formiert und nach den Osterferien geht es wieder zum Endspurt, denn die Festivals finden im Sommer schon statt.

Drei Schulen sind definitiv dabei

Mit dabei sind das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Winterberg, die Sekundarschule Medebach-Winterberg und das Petrinum Gymnasium in Brilon.

Darüber hinaus findet in der Sekundarschule Olsberg-Bestwig ein Mikrofestival statt. Innerhalb davon wird der Schwerpunkt auf die kreativen Potenziale der Jugendlichen gelegt. Zusammen mit einem Künstler wird mit den Jugendlichen und von den Jugendlichen eine Performance erarbeitet, die auf den Festivals der Region aufgeführt und für die ganze Region sichtbar wird. Auch die Erich-Kästner Realschule in Schmallenberg - Bad Fredeburg, die bei den Anfängen der Festivals „Rechts gegen Rock“ dabei war, startet dieses Jahr wieder ein großes Kulturevent.

Das bedeutet im Sommer wird es wieder vielfältig und spannend. „Wir wollen, dass möglichst viele Schüler an dem Festival teilhaben können und versuchen, alle Schulen mit einzubinden. Für das diesjährige Motto haben wir „we are all in this together” gewählt. Was wir uns genau darunter vorstellen, verraten wir noch nicht. Es soll ja auch ein bisschen spannend bleiben“, erklärt die Festival AG in Brilon.

Wanderausstellung von jungen Künstlern

Auch die Jugendkunstgalerie, die im letzten Jahr mit einer Wanderausstellung junger Künstler durch die Innenstädte des Altkreises Brilon gereist ist, wird erneut stattfinden können. Die Galerie gibt jungen Hobbyfotografen aus der Region die Chance, ihre künstlerischen Fähigkeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Und andersherum ermöglicht sie der Öffentlichkeit einen Einblick in die Lebenswelten der jungen Menschen der Region.

https://www.wp.de/staedte/altkreis-brilon/schueler-organisieren-selbst-festivals-im-altkreis-brilon-id216952557.html

©Foto: Regionalverein LEADER-Region Hochsauerland e.V.

21.06.2019

AG des Briloner Gymnasiums plant kunterbuntes "Backyards"-Schulhoffestival

Brilon - Ein Festival der Empathie, des Verständnisses und der Nachhaltigkeit plant die sechsköpfige Festival-AG des Briloner Gymnasiums Petrinum in diesem Jahr.

Unter dem Motto „We’re all in this together – Das kunterbunte Festival“ geht die Projektreihe der „Backyards Schüler-Festivals“ in Brilon in die zweite Runde. Am Freitag, 20. September, findet die Veranstaltung von Schülern für Schülern in der Zeit von 10.15 bis 12.30 Uhr auf dem Schulhof des Gymnasiums statt.

„Das Festival ist ein Motivationsprojekt und aus städtischer Sicht sehr wichtig. Wir unterstützen das Projekt sehr gerne, da wir unsere Schule lebendig gestaltet sehen möchten mit unterschiedlichen Erlebniswelten“, so Dr. Christof Bartsch, Bürgermeister der Stadt Brilon. „Die Schüler sollen ihre eigenen Erfahrungen machen und sich engagieren. Das ist auch ein Stück weit Identifizierung mit der Stadt selbst. Dafür stellen wir gerne finanzielle Mittel bereit.“ 

Gemeinsam mit dem Verein Ensible als Stützpunkt für Jugendkultur in Nordrhein-Westfalen, der Leader-Region Hochsauerland als auch begleitenden Lehrkräften präsentieren die Initiatorinnen der freiwilligen Arbeitsgemeinschaft am Festivaltag ein breites Repertoire an Unterhaltung. Live-Musik von One Tape und Noriega Mind, nachhaltige Speisen, Poetry Slam und jede Menge Spaß sollen dabei die Schüler aus allen Schulen rund um Brilon begeistern. 

„Letztes Jahr haben wir nur positive Erfahrungen mit dem Festival gemacht. Die Gäste hatten alle enorm viel Spaß, die Schulgemeinschaft wurde gestärkt und alle haben ein großes Maß an Befriedigung erfahren“, erklärte Schulleiter Johannes Droste. Ein Projekt, das den Schülern nicht nur viel Zeit in Sachen Organisation und Planung abverlangt, sondern auch seit Wochen ein Höchstmaß an Einsatz, Koordination und Teamfähigkeit einfordert. 

Festival rund um das Thema "Empathie"

Ein Festival mit einer Message, mit einer Botschaft, die verbindet, Grenzen durchbricht und Kulturen vereint. Mit ihrem diesjährigen Motto „We’re all in this together“ möchten die Mädchen der Q1 ein klares Zeichen für Gemeinschaft und Akzeptanz setzen. „Wir hatten alle den Wunsch das Festival rund um das Thema ,Empathie’ zu gestalten. Alle Schüler weltweit machen das gleiche durch. Wir müssen alle täglich lernen, ob wir Lust haben oder nicht. Das verbindet uns“, erklärte Johanna Mündelein, eine der sechs Festival-Initiatorinnen. „Wir lehnen Hass und Ausgrenzung ab, setzen vielmehr auf Humanität und ein friedliches Zusammensein. Das wollen wir an diesem Tag gemeinsam mit allen anderen Schulen rund um Brilon zelebrieren.“ 

Gefördert wird das Projekt durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen aus dem Bereich der „Regionalen Kulturpolitik in Verbindung mit der Stadt Brilon als auch der Sparkasse Hochsauerland, die den Jugendlichen die Bühne für diesen besonderen Tag zur Verfügung stellt. 

„Dies ist die AG, die sich die allermeisten Gedanken gemacht hat, was sie mit ihrem Festival präsentieren will. Eben eine Botschaft mit einer friedlichen Zukunft zu vermitteln“, freut sich Yao Houphouet, Geschäftsführer von Ensible, über den Einsatz der Festival-AG. Auch Hannah Kath, Regionalmanagerin der Leader-Region Hochsauerland, lobte den außergewöhnlichen Einsatz der sechs jungen Damen: „Es ist beeindruckend, was die Jugendlichen in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben, wie kreativ sie das Festival aufziehen und wie tiefsinnig sie das Motto gewählt haben. Für die Region ist das ein großer Gewinn.“

https://www.sauerlandkurier.de/hochsauerlandkreis/brilon/briloner-gymnasiums-plant-kunterbuntes-backyards-schulhoffestival-12578852.html

©Foto: Claudia Metten

11.07.2019

Holi-Festival zum Abschied für Sekundarschule Siedlinghausen

Siedlinghausen.  Mit viel Musik und Action hat die Festival-AG des Schulstandorts die Abschiedsparty ausgerichtet. Doch das Beste kam zum Schluss.

„Das Abrisskommando: Wir machen die Bude bunt!“ heißt es auf den knallroten T-Shirts, an denen die Festival-AG zu erkennen ist. Darin steckt er schon, der Hinweis auf die Doppelbedeutung dieses Festtages. Denn Gründe zur Freude gibt es viele: Organisation hat gut geklappt, Musik haut rein, in weniger als 24 Stunden beginnen die Sommerferien.

Aber ein bisschen Traurigkeit beschleicht die Feiernden trotzdem hier und da. Denn wenn am Freitag die Zeugnisse verteilt und die Ferien eingeläutet sind, ist auch die Geschichte der weiterführenden Schule in Siedlinghausen zu Ende erzählt. Der Schulstandort wird geschlossen, alle Schüler wechseln im August nach Winterberg.

Gäste aus Winterberg und Medebach

„Es ist wichtig, dass die Standorte nach und nach zusammenwachsen“, betont Schulleiter Uwe Kruse. Deshalb waren zum Festival auch Sekundarschüler und -lehrer aus Winterberg und Medebach eingeladen und sind gern gekommen. Aus der 10. Klasse, die bereits in Winterberg unterrichtet wird, haben sogar einige in der Festival-AG mitgearbeitet.

An die 30 Jugendliche waren in der AG, angeleitet von den Lehrkräften Anne-Kathrin Stiegler und Florian Kretzschmar. Anfangs seien es sogar rund 60 gewesen, berichtet Maya Danne vom Verein Ensible, auf dessen Idee die von der Leader-Region HSK ausgerichteten Schulfestivals zurückgehen. „Warum die anderen raus sind? Die hatten halt keine Lust mehr, vielleicht war es ihnen auch zu viel Stress und Verantwortung“, vermuten Mira und Nele.

Denn zu den Schülerfestivals gehört, dass die Jugendlichen sie nach Kräften selbst ausrichten und sich dabei auch um uncoole Dinge wie rechtliche Vorgaben, Einverständniserklärungen und Budgetplanung kümmern müssen. Wer wie Mira und Nele treu dabei geblieben ist, hatte die Ehre, beim Festival das knallrote AG-T-Shirt zu tragen.

Das Beste kommt zum Schluss

Und die Bude bunt machen – diesem Motto wurden die Schüler mehr als gerecht. Nach den obligatorischen Grußworten zum Festbeginn ließen die Schüler ihrer Feierlaune freien Lauf: Zu Rock- und Hip-Hop-Musik ging es auf und vor der Bühne richtig ab, eine Graffiti-Gruppe hatte große bunte Banner gestaltet, der mechanische Bulle kam kaum zur Ruhe und viele Erinnerungsfotos entstanden in der Fotobox. Das Beste allerdings sollte zum Schluss kommen.

Wer um die Schule herumging, bekam einen Hinweis auf das, worauf alle Schüler hinfieberten: das Holi-Festival. Für die große Farbpulver-Wurf-Party waren Gebäudewand und Sportplatz zum Schutz mit riesigen schwarzen Folien abgehängt.

Was dann noch fehlt: Musik und eine Handvoll Farbe für jeden. Auf Los geht’s los.

Sogar der leichte Regen schien ein Einsehen zu haben und machte so lange Pause, bis die Mädchen und Jungen ihrer Schule einen würdigen, farbenprächtigen Abschied bereitet hatten. „Es war schon schön hier, mit dem Sportplatz und dem Schwimmbad direkt nebenan“, findet Mira. Aber die Kinder halten sich am Festivaltag nicht lange mit Traurigsein auf.

https://www.wp.de/staedte/altkreis-brilon/holi-festival-zum-abschied-fuer-sekundarschule-siedlinghausen-id226458431.html

©Foto: Stefanie Bald

16.05.2019

Schüler-Festival in Siedlinghausen

Siedlinghausen.   Schüler planen ein Schulhof-Festival als Abschlussfeier für den Sekundarschulstandort Siedlinghausen. Termin: 11. Juli.

Wie kann man eine Schule, die unzählige Schüler mehrerer Generationen auf das Leben vorbereitet hat und im Sommer geschlossen wird, gebührend verabschieden? Keine Frage: Mit einem Schüler-Festival am 11. Juli, dem zweitletzten Schultag!

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Sommer gehen die vom Land und von den Städten der Leader-Region geförderten „Backyards Schüler-Festivals“ in die zweite Runde. Und da bekanntlich der Schulstandort Siedlinghausen im Juli geschlossen wird, war man sich an der Sekundarschule schnell einig, dass dieses Festival als Abschiedsfeier in Siedlinghausen statt in Medebach durchgeführt werden soll. Das Besondere an dieser Festival-Serie ist, dass die Schüler selbst für Konzept und Organisation von den Bands für Bühnenauftritte bis hin zum Rahmenprogramm und zur Ansprache von Sponsoren verantwortlich sind

Arbeitsgemeinschaft hat Ideen entwickelt

In Siedlinghausen hat sich deshalb Ende März eine Arbeitsgemeinschaft aus 26 Schülern aus den Klassen 7 bis 10, zwei Lehrern und zwei Mitgliedern von „Ensible eV Stützpunkt für Jugendkultur NRW“ gegründet, die sich nun regelmäßig außerhalb der Schulzeit trifft, um Ideen für ihr Festival zu entwickeln und aktiv umzusetzen.

„Wir machen die Bude bunt“ - so lautet das Motto, das sich die jungen Sekundarschüler überlegt haben. „Wir sind alle anders - verschieden aussehend, alt, groß, gläubig oder abstammend, genau wie die vielen Jahrgänge vorher, die diese Schule besucht haben. Wir sind eben bunt!“, begründeten die Schüler die Entscheidung für ihr Motto.

Es wird an diesem Tag auch nicht zu übersehen sein, das steht jetzt schon fest: Ein Programmpunkt neben mehreren Live-Bands und dem DJ T-MO ist ein „Holi-Farbspektakel“.

https://www.wp.de/staedte/altkreis-brilon/schueler-festival-in-siedlinghausen-id217642289.html

©Foto: Rita Maurer

20.06.2019

"Backyards": Winterberger Schulhof verwandelt sich in Festival-Gelände

Winterberg - Bunt, bunter, „Backyards“ – nach erfolgreicher Premiere im vergangenen Jahr wird der Schulhof des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Winterberg erneut in ein farbenfrohes Festivalgelände verwandelt. „Save the date“ heißt es für den 10. Juli, wenn im Zeichen des Miteinanders, für mehr Toleranz und gegen Rassismus gefeiert wird, was das Zeug hält.

Neben heimischen Partnern sind es vor allem die Schüler der „Backyards-AG“, die unter dem Motto „Zirkus und Kirmes“ ein facettenreiches Festivalprogramm in Eigenregie auf die Beine stellen. „Wir wollen ein Statement für gemeinsame Werte in unserer ‘kunterbunten’ Schulwelt setzen, so unterschiedlich wir auch alle sein mögen“, lauten die Stimmen der AG-Mitglieder.

Der „Do it yourself“-Charakter des Projekts zur Förderung der jugendkulturellen Szene im ländlichen Raum spiegelt sich in der selbstständigen Arbeit der jungen Menschen wider. Rund 22 Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 und 9 legen sich in vier Arbeitsgruppen mächtig ins Zeug und präsentierten im Gespräch mit dem SauerlandKurier einen „Status quo“. 

Nach Kontaktaufnahme via Instagram konnte die Band TIL, die im Jahr 2018 bereits ihr Können zum Besten gab, auch für die diesjährige Auflage verpflichtet werden. Mit einem Mix aus englisch- und deutschsprachigen Songs im „School Rock“-Genre werden sie die Bühne des „Backyards“ wieder zum Beben bringen. Weiterhin werden ein DJ und Schüler des Gymnasiums für tanzbare Beats sorgen und eine Streetdance-Gruppe dem Publikum einheizen. 

Projektbudget stammt aus EU-Fördermitteln

Eine Fotobox, Tauziehen mit Planschbecken, T-Shirts und Plakate, die das eigens entworfene Logo zieren, sowie ein Grillstand mit Burgern und Würstchen sprechen für Kreativität und Engagement der Jugendlichen. „Ich bin eher schüchtern, aber durch das Projekt habe ich gelernt, auf Menschen zuzugehen“, berichtet Schülerin Dana, was ganz deutlich mache, welche Früchte die Veranstaltungsreihe trage – darüber freut sich auch Hannah Kath von der Leader-Region Hochsauerland. Die Initiative stellt ein Projektbudget in Höhe von 5000 Euro, gespeist aus EU-Fördermitteln, zur Verfügung. 

„Von 43 Projekten in der Region ist dieses das einzige mit Jugendlichen und mir persönlich daher besonders wichtig. Wir schauen, was die Jugendlichen wollen und geben ihnen das Werkzeug, um ihre Ideen umzusetzen. Das Vorzeigeprojekt wird schon weit über die Grenzen des Sauerlands nach ganz Deutschland hinausgetragen. Es soll Gelegenheit bieten, Mitspracherecht zu haben und Kultur selber zu gestalten“, fasst Hannah Kath die Beweggründe für die Planung des Events zusammen. 

Mit ins Boot geholt wurde außerdem die Sparkasse Hochsauerland, die ihre Bühne für das Festival bereitstellt. Unterstützung erfahren die Schüler zudem durch Schulleiter Ulrich Cappel und Lehrerin Marcella Kahl, die das Projekt und die AG betreut. 

"Wir haben hier ein echtes Miteinander"

Als Projektträger wirkt der gemeinnützige Verein „Ensible“, Stützpunkt für Jugendkultur in NRW, mit. Dieser setzt sich seit 2006 dafür ein, Jugendliche in die Gestaltung ihrer kulturellen Umwelt einzubinden und Identifikation mit der heimischen Region zu stiften. Kultur von Jugendlichen für Jugendliche – das habe laut Initiator Yao Houphouet durch das Festival „Modellcharakter“. „Es ist schön zu sehen, wie viel Unterstützung wir im Sauerland durch Verwaltung, Politik und Schulen erfahren. Wir haben hier ein echtes Miteinander, was dafür sorgt, dass Jugendkultur wachsen kann“, so Houphouet.

https://www.sauerlandkurier.de/hochsauerlandkreis/winterberg/backyards-winterberger-schulhof-verwandelt-sich-festival-gelaende-12539183.html

©Foto: Jessie Kristen

23.07.2019

Schülerfestival in Bad Fredeburg ein voller Erfolg

Bad Fredeburg.  Wochenlang haben die Schüler geplant, organisiert und kalkuliert - nach dem Schulhof-Festival sind alle erleichtert. Es war ein voller Erfolg.

Wochenlang haben sie sich nach der Schule getroffen und geplant, organisiert und kalkuliert. Zahlreiche Stunden wurden in die Vorbereitung investiert. Alles für diesen einen Tag. Den Teilnehmern der Festival-AG der Erich-Kästner-Realschule in Bad Fredeburg steht ihr Stolz quasi ins Gesicht geschrieben, als sie vor kurzem ihr vollkommen eigenständig geplantes Schulhof-Festival eröffnen dürfen. Unterstützt wurden sie hierbei von ihrem AG-Leiter Thomas Bauch, der sich mit größtem persönlichem Einsatz für die Sache stark gemacht hat und immer beratend zur Seite stand.

Besondere Bands zu Besuch

Aber auch andere helfende Hände haben gerne in der Vorbereitungsphase mit angepackt, wie zum Beispiel die Gärtner der Schule, die eigens für das Festival den Schulhof noch einmal so richtig auf Vordermann gebracht hatten. Und auch die Hauswirtschafts-AG der Schule ließ es sich nicht nehmen und sorgte kurzerhand für die kulinarische Verpflegung während dem Festival an der Realschule.

Zu bestaunen gab es neben einer großen Lichtshow und einer Bühne im Truck-Format vor allem besondere musikalische Auftritte. Sowohl „The Grey Hounds“ als auch die „Three‘ 95 Friends“ sorgten für mehr als gute und ausgelassene Stimmung bei allen Festivalbesuchern. Ein Höhepunkt des Tages war für die Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner Realschule sicherlich der Auftritt der Band „TIL“, die während ihrer momentanen Sommertour auch Halt in Bad Fredeburg machten. Einst selbst im Sauerland zur Schule gegangen leben die drei Jungs gerade ihren Traum vom Musiker sein inklusive Labelvertrag, ausverkauften Shows und vielen Fans.

Für den krönenden Abschluss des Festivaltages sorgte dann „DJ T-MO“, der mit CO2-Kanonen und coolen Beats, die Besucher noch einmal richtig zum Tanzen brachte.

Projekt läuft seit Jahren gut

Ein Schüler-Festival wie dieses hat es bereits auch in den letzten Jahren an der Erich-Kästner Realschule gegeben. Anfangs noch mit organisatorischer und beratender Unterstützung des Vereins „Ensible e.V“, auf dessen Idee diese Projektinitiative von Schüler-Festivals zurückgeht (Backyards Schüler-Festivals), hat sich das Projekt auch dank der vielen engagierten Schüler und Lehrer soweit gefestigt, dass es aus der Schule selbst heraus entstehen und laufen kann. Und auch in diesem Jahr war es wieder ein voller Erfolg, resümieren die Veranstalter.

Der Verein Ensible (Stützpunkt für Jugendkultur NRW) freut sich sehr, dass dieser Leuchtturm für Jugendkultur sich inzwischen so toll verselbstständigt hat. „In diesem Sinne bedanken wir uns auch bei allen Förderern, die dieses Projekt möglich gemacht haben: Der Landesregierung NRW, der Stadt Schmallenberg und dem Regionalverein Leader-Region Hochsauerland“, betonte Falko Schönian als Vertreter des gemeinnützigen Vereins.

https://www.wp.de/staedte/meschede-und-umland/schuelerfestival-in-bad-fredeburg-ein-voller-erfolg-id226565725.html

©Foto: Schule

10.02.2019

„Loud.louder.EKR“: Das Schulhof-Festival in Bad Fredeburg

Bad Fredeburg.   Engagement weit über Mathe und Französisch hinaus: Im vierten Jahr organisieren Bad Fredeburger Schüler ihr Schulhof-Festival: „Loud.louder.EKR“.

Nils Wobers (16) hat ein Händchen für Technik. „Mich interessiert dieser Bereich einfach“, sagt der Realschüler. Aktuell hilft er an der Erich-Kästner-Realschule mit, das große Schulhof-Festival „Backyards“ im Sommer vorzubereiten - dieses Jahr läuft es unter einem neuen Namen: „Loud.louder.EKR“.

https://www.wp.de/staedte/meschede-und-umland/loud-louder-ekr-das-schulhof-festival-in-bad-fredeburger-id216396301.html

©Foto: Laura Handke

 

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