Warum ein "Social Network Training"?

Der Ausdruck von Emotionen in virtuellen sozialen Gebilden wie Facebook und ähnlichen Plattformen erscheint für ungeübte Nutzer*innen auf den ersten Blick oft unpersönlich, austauschbar und oberflächlich. Die Intensität und Zielgerichtetheit dieser Ausdrucksformen erschließt sich oft erst, wenn man selbst beginnt, sich mit neuen Medien und ihren Erscheinungsformen einzulassen. Überraschend stellt man fest, welches öffentliche Interesse das eigene Profil auslösen kann, wie viele Kontakte sich innerhalb kürzester Zeit entwickeln und z.T. auch beständig bleiben. Eigene Handlungen in der Welt außerhalb der sozialen Medien können innerhalb kürzester Zeit online von einer Vielzahl an Menschen reflektiert und bewertet werden. Gerade durch die Verbreitung von internetfähigen Mobiltelefonen sind die Grenzen zwischen virtuellen und analogen sozialen Netzwerken fließend geworden. Kommentare auf Facebook oder Instagram sind in Echtzeit verfügbar, Reaktionen dauern keine zwei Minuten und plötzlich findet man sich in einer Situation wieder, in der virtuelle Netzwerke zum konstanten, realen Teil der Wirklichkeit geworden sind.

Zielgruppen des Projekts

Zu den Zielgruppen des Projektes gehören daher Jugendliche der Jahrgangsstufen 5-8, Lehrkräfte sowie Eltern und weitere Interessierte. Denn der Bedarf zur digitalen Medienerziehung für Jugendliche durch pädagogische Fach- und Lehrkräfte steigt rasant. Während bereits in Einschulungstüten von Kindern statt Süßigkeiten Smartphones zu finden sind, stellt in der Regel der Wechsel auf eine weiterführende Schule den inzwischen gängigsten Zeitpunkt der Hinführung von Jugendlichen zur Benutzung von internetfähigen Smartphones durch ihre Eltern dar. Häufig jedoch fehlt es bei Eltern und Lehrkräften an Wissen und Erfahrung, um Kinder und Jugendliche sicher an die Nutzung dieser digitalen Medienwelt heranzuführen. Wesentliche Möglichkeiten zur Einschränkung der Surfmöglichkeiten werden nicht genutzt, Hilfestellungen bei der erstmaligen Erstellung von Online-Profilen bleiben aus. Die Kinder und Jugendlichen sehen sich damit mit medialen Kanälen konfrontiert, deren hoch professionelle Marketingtaktiken eine massive Überforderung für sie darstellen. So werden die jungen Nutzer*innen durch die Marketingexpert*innen von Facebook, WhatsApp, Google & Co. gesteuert und gelenkt;  pädagogisch sinnvolle und altersgerecht ausgewogene Angebote bleiben in der Regel außen vor.

Begleitende Angebote

Zusätzlich zu den Workshops für die Schüler*innen wird daher eine Vortragsveranstaltung für Eltern, Lehrkräfte und Interessierte angeboten. Diese Kompaktschulungen dienen einerseits der Sensibilisierung der angesprochenen Zielgruppe im Hinblick auf die oft nicht bewusste Tragweite der mit „Social Networks“ verbundenen Problemstellungen sowie andererseits der Generierung von Multiplikator*innen, die somit auch nach Ablauf der Maßnahme eine nachhaltige Unterstützung und Vertiefung der projektbezogenen Inhalte gewährleisten können.

Auszeichnungen und Förderer

Das Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter von der Landesanstalt für Medien (LfM) und hat seit seiner Entstehung im Jahr 2011 inzwischen erfolgreich mehrere tausend Jugendliche und Multiplikator*innen erreicht. Dabei bestätigen die zahlreichen Rückmeldungen von Schulleitungen, Lehrkräften, Eltern und den Jugendlichen selbst die außergewöhnliche Wirkungskraft des Projektes. Gefördert wird das Projekt u.a. durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, vertreten durch das LWL-Landesjugendamt.

 

Das Social Network Training

Ansprechpartnerin

Anna-Kathrin Dietrich 
Koordinatorn YOUTH&ARTS web

anna-kahtrin.dietrich@ensible.de 
T 02974 30 900 33
M 0176 642 434 36

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Das Projekt Social Network Training wird gefördert durch:

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW

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